Wie arbeiteten Designerinnen in der DDR? Mit welchen Herausforderungen galt es umzugehen, zumal als Freiberuflerin, einem Status den es dort offiziell gar nicht gab? Welche Versprechen motivierten sie in ihrem Schaffen und welche Rolle spielten Themen wie Inklusion und Nachhaltigkeit, die auch heute nichts an Relevanz verloren haben? Und welche kreativen Nischen könnten sie sich innerhalb des Systems erschaffen. Um diese und weitere Fragen geht es im Gesprächsformat „Runder Tisch“, das begleitend zur Ausstellung Deutsches Design 1949-1989. Zwei Länder, eine Geschichte entwickelt wurde.

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In den Jahren 2022 und 2023 richten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit dem Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Kontrapunkte“, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, den Blick erneut auf die Zeit der DDR. Ausgehend von den eigenen Beständen und der eigenen Sammlungsgeschichte werden neue Perspektiven auf die Kunst in der DDR, ihre Wahrnehmung und Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart entwickelt und um internationale Perspektiven erweitert. Dazu sind verschiedene analoge sowie digitale Formate vorgesehen, über die wir auf dieser Plattform informieren.

Die Vernichtung von Vinh City durch die US-Bombenangriffe bot die Gelegenheit zur experimentellen Planung und Umwandlung der kleinen Industriestadt in eine sozialistische Modellstadt. Die ehrgeizige Aufgabe der DDR, der allumfassende Wiederaufbau, bestand in der gemeinsamen Arbeit an der Erstellung eines Masterplans und dessen Umsetzung in die Realität. Christina Schwenkel über den Quang Trung Wohnkomplex.

Speisekultur schlägt sich nicht nur im Besteck nieder, mit dem wir das Essen in unsere Münder befördern, sondern auch in den Räumen, in denen wir es zubereiten. Die Küche ist allerdings erst im Verlauf des letzten Jahrhunderts zum festen Bestandteil unserer Wohnbereiche aufgestiegen. Als Designobjekt hat sie im Zuge dessen nicht nur unsere Vorstellung vom Wert des Essens und Kochens geprägt, sondern sie bezeugt als solches zugleich unterschiedliche Stufen und verschiedene Systeme, in denen dieser kulturelle Aufstieg verhandelt worden ist. Agata Szydłowska über die Befreiung der Küche.
